Hallo!
Tschuldigung, dass es erst jetzt kommt. Hier ist Anne Frank.
Flora
Anne Frank
Tagebuch
Im Juli 1942, zu Kriegsbeginn, flieht die jüdische Familie Frank vor den Nazis in ein Hinterhaus in Amsterdam und taucht für zwei Jahre unter, um sich zu schützen. Anne, jüngstes Familienmitglied führt während der gesamten Zeit ein Tagebuch, in dem sie über das Untertauchen und den Krieg berichtet, aber auch über das Leben an sich und seine Menschen schreibt.
Kommentare von Lesern:
„Mich hat berührt, dass sie sich immer Gedanken um ihre Kinder und Enkelkinder gemacht hat, und man als Leser weiß schon, dass sie niemals welche haben wird, weil sie kurz vor Kriegsende stirbt.“
„Ihre Geschichte ist in den Köpfen hängen geblieben.“
„Es ist erstaunlich, wie aktuell manche Dinge sind, die sie geschrieben hat.“
Auszug:
Abends, wenn ich im Bett liege und mein Gebet mit den Worten beende: „Ich danke dir für all das Gute und Liebe und Schöne“, dann jubelt es in mir. Dann denke ich an „das Gute“: das Verstecken, meine Gesundheit, mein ganzes Selbst. „Das Liebe“ von Peter, das, was noch klein und empfindlich ist und das wir beide noch nicht zu nennen wagen, die Liebe, die Zukunft, das Glück. „Das Schöne“, das die Welt meint, die Welt, die Natur und die weite Schönheit von allem, allem Schönen zusammen.
Dann denke ich nicht an das Elend, sondern an das Schöne, das noch immer übrig bleibt. Hier liegt zu einem Teil der große Unterschied zwischen Mutter und mir. Ihr Rat bei Schwermut ist: „Denke an all das Elend in der Welt und sei froh, dass du das nicht erlebst.“ Mein Rat ist: „Geh hinaus in die Felder, die Natur und die Sonne. Geh hinaus und versuche, das Glück in dir selbst zurückzufinden. Denke an all das Schöne, das noch in dir und um dich ist, und sei glücklich!“
Meiner Meinung nach kann Mutters Satz nicht stimmen, denn was tust du dann, wenn du das Elend doch erlebst? Dann bist du verloren. Ich hingegen finde, dass noch bei jedem Kummer etwas Schönes übrig bleibt. Wenn man das betrachtet, entdeckt man immer mehr Freude, und man wird wieder ausgeglichen. Und wer glücklich ist, wird auch andere glücklich machen. Wer Mut und Vertrauen hat, wird im Unglück nicht untergehen!
