Bei der passenden Überschrift bin ich mir leider noch unsicher. Bisher ist mir nu "Wie suche ich am besten nach einem Praktikum" eingefallen.
Ich hatte mir für die letzten Sommerferien vorgenommen, ein Ferienpraktikum zu machen. Etwas Sinnvolles tun zu wollen, war nicht mein einziger Beweggrund dafür. Dadurch, dass ich dem letzten Jahrgang angehöre, der 13 Jahre zur Schule gehen darf, wird nicht nur meine Klassenstufe zusammen mit den Schnellläuferklassen fertig, sondern auch der Jahrgang, der auf meinen folgt. Dass so viele Leute zur gleichen Zeit mit der Schule fertig werden, wird einen Mangel an Studien- und Lehrplätzen zur Folge haben. Ich stelle mir vor, dass man weniger unter der so entstehenden Konkurrenz leidet, wenn man schon eine Ahnung hat, welchen Beruf man erlernen möchte, bzw welches Studienfach man gerne belegen würde. Die Erfahrungen, die man für eine solche Entscheidung benötigt, kann man zum Beispiel während des Betriebspraktikums sammeln. Leider findet dieses Praktikum an unserer Schule relativ spät statt. Während die Schüler am Ossietzky schon in der 9. Klasse ihre Betriebspraktika machen, sind wir damit erst in der 10. Klasse dran. Ich kann nicht verstehen, wieso die Schulleitung das Betriebspraktikum auf das 10. Schuljahr gelegt hat. Nicht nur, weil dieser Zeitpunkt meiner Meinung nach etwas zu spät ist, sondern auch, weil in der 10. Klasse die Prüfungen für den mittleren Schulabschluss anstehen. Dadurch haben sie Zehntklässler wahrscheinlich schon genug Stress.
Auf der Suche nach meinem eigenen Ferienpraktikum, bin ich auf einige Probleme gestoßen, mit denen es viele Schüler bei ihrem Betriebspraktikum sicher auch zu tun bekommen. Das Ferienpraktikum, das ich ursprünglich machen wollte (behinderte Kinder zu betreuen), stand nicht mehr zur Verfügung, die Kindergartenleiterin, bei der ich mich stattdessen gemeldet habe, meldete sich nicht mehr zurück. Zum Teil hatte ich aber auch selber Schuld an diesen Schwierigkeiten. Ich hätte früher anfangen sollen, mir mehr Alternativen heraussuchen müssen und wenn ich die Nummer besagter Kindergartenleiterin nicht verbummelt hätte, könnte ich bei ihr anrufen. Zum Schluss hatte ich doch noch Glück, da ich mit einiger Mühe und viel Glück ein Praktikum beim Tagesspiegel bekommen habe. Dieser mühsame Start spiegelt sicherlich Schwierigkeiten wider, die viele Praktikanten am Anfang haben. Es ist natürlich hilfreich, wenn potentiellen Praktikanten eine Art Leitfaden in die Hand gegeben wird, wie man bei der Suche nach einem Praktikum besser vorgehen kann. Ich hoffe, dass es mit, durch die Erfahrungen, die ich bei der Suche nach einem Ferienpraktikum gewonnen habe, leichter fallen wird, ein geeignetes Betriebspraktikum zu finden.
Ich habe auf jeden Fall gelernt, dass man, wenn man sich nicht genug kümmert, in Zeitnot gerät. Man kann bei seinem Praktikum natürlich auch einfach nur Pech haben. Wenn etwa der Praktikumsleiter doof und unzuverlässig ist, die Mitpraktikanten unsympathisch sind oder die Aufgaben, die man zugeteilt bekommt nicht übers Kaffee holen und Kopieren hinausgehen. Wenn man sich allerdings gut darauf vorbereitet, wird man meistens auch belohnt. Mit einem bisschen Glück bezieht sich diese Belohnung nicht nur auf geistige Bereicherung, sondern man bekommt sogar etwas Materielles geschenkt, wie zum Beispiel Carla, die nach ihrem Praktikum bei der Komischen Oper mit Kugelschreibern, Beuteln, einem T-Shirt und 2 Freikarten nach Hause kam. Ich hoffe natürlich, dass mein Praktikum gut verläuft und dass ich nicht nur Erfahrungen sammeln kann, sondern auch, was wahrscheinlich genauso wichtig ist, Spaß haben werde
