HV Marvin
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Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Mi 8. Okt 2008, 17:38

Es ist zwar noch ein bischen Zeit, aber ich habe nur noch ein Gedicht, das ich bereits geschrieben hatte. Es ist vielleicht nicht unbedingt so toll...
Schreibt bitte unbedingt, wie ihr es findet. Ich werde aber wahrscheinlich noch ein neues schreiben.

Der Winter kommt Mittwoch, 14. November 2007

Erst fallen die Blätter von dem Baum,
Mit Schnee sind die Äste bald bedeckt,
Noch Wärme spüren kann man kaum,
Ja, es fällt Laub, bunt gefleckt

Seen und Teiche, gestern noch warm
Gefrieren zu Flächen aus blauem Eis
Selbst wenn man Schlittschuhlaufen kann
Man mag es dann doch lieber heiß

Hellweiße Wiesen, einst wunderschön,
warten nun stets auf die Sonne.
Ist es des armen Frühlings Löhn,
Schnee zu verscheuchen mit Wonne?

Menschen verdrängen mit groben Gesängen,
Dass sie jetzt auf den Sommer warten.
Doch um zu erlangen wo viele d´rum bangen,
erfordert dann doch die Magie.

Doch gibt es nichts Schöneres als eine Schlacht
Mit Bällen aus Schnee zu gewinnen?
Oder die des Eiszapfens Macht,
Bis sie dann fallend verkommen?

Sag mir nun, ist es dein Ziel,
In ewiger Hitze zu leben?
Aber was ist mit der Kälte sonst viel,
Stets vor dem Zittern erbeben?

Bedenke jedoch, nichts ist auf Dauer,
Auch nicht des Winters Siegeszug.
Glaub fest daran, es wird kommen der Sommer,
Dann hat man vom Winter genug!
Leon Stefanovski

Mi 8. Okt 2008, 17:38

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Sa 11. Okt 2008, 15:07

So, jetzt habe ich noch ein Gedicht geschrieben. Eine Ballade. Aber ich fürchte, sie ist zu lang...

Winterlicht 11.10.2008

Oh Sonne, hoch über den Wolken
Wirf hinab dein Licht
Auf dass im Sommer deine Strahlen
wärmen eines jeden Gesicht
Und im Winter, wenn die Erd´ voll Schnee,
So lass´ sie erstrahlen in weißem Glanz,
Doch schmelze ihn nicht, niemals,
des wunderschönen Eises Tanz


Ein Wanderer, des Steigens gefeit,
Begab sich zur Geburt des Jahres
Auf den Weg, zu Bezwingen sein Leid.
Den höchsten Gipfel er wollt´ erklimmen
Ohne Warten und Allein
Denn bevor noch sein Leben würde verglimmen,
Einmal er wollt´ der Gewinner sein,
Sein Ich beweisen, sein wahres.

So kam es, dass er am Neujahrstag,
wo andere noch schliefen, aufzog
zum Gebirge, in Asien es lag
Nach langer Fahrt sein Mut verflog,
seines Handelns er nicht mehr sicher war.
Wie hatte er nur gewagt zu Glauben,
dem Riesen aus Stein seine Ehre zu rauben?
Der ragte empor in luftige Höhen,
umsäuselt er wurde von kräftigen Böen,
und so der Mann sackte nieder,
verlieren würde er wieder

Betrübt und verzweifelt, der alte Mann,
sich löste von des Anblickes Bann,
wie fesselnd die Versuchung doch war,
das Abenteuer zu wagen,
auch wenn er wusste, nur ein Narr,
würde sich stellen den Plagen
die da warten würden im Schnee,
Und doch das Verzichten tat weh

Währenddessen die Sonne,
die, versteckt hinter Wolken,
gewartet und gelauscht,
von des Mannes Kummer berauscht.
So viele Menschen erweckten ihr Leiden,
vor Kummer sie wollte die Menschen oft meiden,
und manchmal begann sie gar zu weinen,
sodass die Regentropfen fielen.
Aber diesmal, obwohl schon goss Regen,
sandte sie ihre Strahlen aus,
des traurigen alten Mannes wegen.

Und so, man mag es glauben oder nicht,
der Mann, bevor er ganz aufgegeben,
sah am Himmel, eigentlich schlicht,
des Regenbogens Gesicht.
Die Lichter webten, mit all ihrer Schönheit,
ein Lächeln in die Luft.
Und es wirkte, als sänge man Lieder,
verströmt ward´ ein lieblicher Duft,
so der Mann das Lächeln gab wieder.

Mit der neu gefassten Kraft
War der Mann entschlossen,
Er hatte sich zusammengerafft,
Die Energien gar flossen,
Und er tat den ersten Schritt.
Und den Zweiten.
Den Dritten und Vierten, und weiter
Fast wie auf der Lebensleiter
Immer höher, immer näher,
und mit jedem Schritt er wurde zäher,
sodass er am Ende lief seine Bahn,
als hätt´ er nie etwas Anderes getan

Also, der Gipfel, bald war schon in Sicht
Der Mann, ganz euphorisch, rannte die Meter
Die ihn noch trennten von seinem Ziel.
Er gegen Schnee, Wind und Wetter!
Die Vorstellung ihm so sehr gefiel,
dass er sah den Kiesel nicht,
und stürzte in die Tiefe.
Doch Glück im Unglück er glaubte zu haben,
denn er gelandet auf einem Plateau.

Aber, weil es das Schicksal so wollte,
löste der Kiesel die Massen von Schnee,
Und die Lawine, sie walzte, sie rollte,
der Mann sie nicht sah kommen.
So, als die Flut war verronnen,
der Mann begraben, wie tief unter See

Oh Sonne, hoch über Wolken und Schnee
Wirf hinab dein Licht
Auf dass auch im Winter deine Strahlen
wärmen eines jeden Gesicht

Die Sonne, mit gutem Gewissen erheitert
Hatte sie den alten Mann.
Nun hat sie gelernt, dass manchmal die Menschen
Lieber vergessen so manche Idee.
Ihr Lehrer war gewesen der Mann unter Schnee
Und so, aus Mitleid, zum letzten Mal
Die Sonne griff ein in des Schicksals Wahl.

Und im Winter, wenn die Erd´ voll Schnee,
So lass´ sie erstrahlen in weißem Glanz,
Und schmelze ihn doch, nur ein Mal,
des wunderschönen Eises Tanz

Dem Mann, war klar, es war aus.
Der Winter ihm machte den Garaus.
Doch anders als noch vor wenigen Tagen
War er nun ein fröhlicher Mann.
Dass man nicht alles schaffen kann,
das war ihm jetzt nur Recht.
Auf den Versuch und den Weg kommt es an.

Und als der Schnee geschmolzen war,
Durch der Sonne langes Haar,
Da schlug der Mann die Augen auf.
Vergessen zwar sein früheres Leben,
seine Trauer und sein verzweifeltes Streben.
Doch, fortan, wie man es nur sagen kann,
er war der wohl glücklichste Mann.

Leon Stefanovski

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Sa 15. Nov 2008, 16:32

So, hier ist das dritte Gedicht:

Die Laterne

Laternenlicht, Laternenlicht
Wie ein Funke Leben
O bitt, o bitt, erlösche nicht
Sollst weiter Freud` vergeben

O Sternenlicht, o Sternenlicht
Am Himmel leuchtest helle
Und doch kannst übertreffen nicht
Mein wunderschön´ Laternenlicht

Du Sonnenstrahl, du Sonnenstrahl
Erwärmst so gut die Pflanzen
Und doch, wenn alle Bäume kahl
Der Schnee beginnt zu tanzen

Laternenlicht, Laternenlicht
Ob Sonne oder Sterne
Nichts kann übertreffen dich
Dein Licht sieht man gerne

Mein persönlicher Favorit ist "Winterlicht", aber das ist einfach zu lang. deshalb würde ich "Die Laterne" nehmen.
Ich habe jedoch eine Bitte:
ALLE, DIE DAS HIER LESEN
mögen bitte kurz schreiben, welches Gedicht ihnen am besten gefällt. Ich brauche die Meinung! Bisher hat noch niemand etwas zu meinen Gedichten geschrieben. Es ist wichtig, was nicht nur mir, sondern allen gut gefällt.
Danke!

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Sa 15. Nov 2008, 20:12

Ich find laterne am besten

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Sa 15. Nov 2008, 23:13

Ich find "Laterne" auch am besten.
Aber was mir aufgefallen ist:
Im letztem Vers, hätte ich eine Zäsur, oder etwas einsilbiges gelegt, fände ich vom Metrum her besser (bzw. könnte ich es dann besser lesen ;))

Also zum Beispiel:
Dein Licht, das sieht man gerne

Aber is nur meine Meinung^^

Ich hatte auch aml ein Gedicht zum Winter geschrieben (und sogar vor der KLasse vorgetragen oder so)
mal sehen, ob ichs noch finde, glaube aber eher nciht :P

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Do 27. Nov 2008, 00:23

Ich hab mich mal noch zu Weihnachtsgedichten umgeschaut und hab mich auf die folgenden 4 beschränkt... Bitte schreibt doch auch hier, welche ihr am passensten findet^^

Weihnachten
Hermann Hesse (1877-1962)

Ich sehn' mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub', ich hab's einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
dass alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei's Sonnenstrahl,
dass Regen, Schnee und jede Wolk,
dass all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muss gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön'
ein's jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd' still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, dass war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb' bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

Spruch für die Silvesternacht
Erich Kästner (1899-1974)

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

Es gibt so wunderweiße Nächte
Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Es gibt so wunderweiße Nächte,
Drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert manchen Stern so lind,
Als ob er fromme Hirten brächte
Zu einem neuem Jesuskind.
Weit wie mit dichtem Diamantenstaube
Bestreut, erscheinen Flur und Flut,
Und in die Herzen, traumgemut,
Steigt ein kapellenloser Glaube,
Der leise seine Wunder tut.

Hugo Salus (1866-1929)
Christabend

Christabend war's. Ich träumte durch die Gassen,
vom Weihnachtsglanz mein Herz durchglüh'n zu lassen.
Mein Herz war fromm, als ob durch jede Flocke
das Bluten einer wunden Seele stockt.
"Frieden auf Erden und den Menschen allen
Glückseligkeit und stilles Wohlgefallen!"
Da, wie ich ging, zerstörte meine Träume
ein Haufen unverkaufter Weihnachtsbäume.
Sie lagen auf dem Pflaster da, vergessen
und schneebedeckt, als wär ihr Grün vermessen,
als schämten sie sich ihrer hellen Farben,
die doch so gern, um heut zu leuchten, starben.
Gleich einer Gauklerschar, im Wald erfroren,
die tief im Schnee den Weg ins Dorf verloren,
so lagen sie und sah'n aus ihrem Dunkel
rings in den Fenstern strahlendes Gefunkel.
Sie lagen da wie unerfülltes Sehnen,
erträumter Schimmer, ausgelöscht durch Tränen,
wie Leid, das wirr um die Erlösung betet,
wie Kinderjauchzen, das der Hunger tötet.
Sie lagen da, verschüchtert und verbittert,
vom Frost des Elends bis in Mark durchzittert,
den Glanz verfluchend, gleich Millionen Seelen,
in denen heut die Friedenslichter fehlen.


...Ich find die von Erich Kästner und Rainer Maria Rilke nicht schlecht...

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Do 27. Nov 2008, 17:13

Ich finde das von Erich Kästner gut. Es ist vor allem interessant, weil es sich mal nicht mit Weihnachten, sondern mit Sylvester befasst, wozu die meisten wahrscheinlich weniger Gedichte bereits selbst kennen. Da wir dann 2 recht kurze Gedichte hätten, könnte man ja noch ein drittes, diesmal Weihnchtsgedicht mit reinnehmen. Ich würde "Christabend" nehmen, weil es auch mal was anderes ist.

Re: Gedicht zu "Party", "Winter" oder "Weihnachten"

Do 27. Nov 2008, 19:01

wenn zwei Gedichte passen würde ich mich auf jeden fall für die von rilke und kästner entscheiden. die anderen sind auch sehr schön, aber man braucht auch mal ein bisschen abwechslung, wie schon gesagt.
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