HV Julia
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Klimaerwärmung

Sa 18. Okt 2008, 12:44

Ich würde bei der Beschreibung der Klimaerwärmung versuchen, satirisch vorzugehen. Es soll zwar kein Witzartikel werden, aber man kann vielleicht viele verbreitete Meinungen wissenschaftlich und moralisch "widerlegen". Man könnte damit anfangen, dass man einen kleinen apokalyptischen Absatz zu beginn schreibt, dazu kann man eine gut gemachte Fotomontage als Bild nehmen, wo z.B. Die Sphinx verschneit ist oder so. Auch der Titel könnte z.B. "Die Eiszeit überstanden wir - aber nun kommt die Klimaerwärmung" ; "Menschen, Klima, Treibhausgase" oder "Jetzt wird´s warm!" sein. Am Ende wird dann alles "widerlegt".

Sa 18. Okt 2008, 12:44

Re: Klimaerwärmung

Do 23. Okt 2008, 16:57

Klingt gut, du musst nur darauf achten, auch deine Widerlegungen nicht ernsthaft rüberkommen zu lassen. Immerhin wäre es ziemlich lächerlich diese "Widerlegungen" als Wahrheiten zu verkaufen. Die Wahrheit sollte in der Schwebe bleiben und vor allem die Diskussion um den Klimawandel (und die halbherzigen Unternehmungen) und nicht die Pro- und Kontra-Argumente parodiert werden.

Re: Klimaerwärmung

Fr 24. Okt 2008, 19:02

Danke für den Tipp.
Ich hatte ohnehin vor, den ganzen Artikel nicht "zu" ernst zu schreiben. Mit "widerlegen" meinte ich nur, dass man das alles nicht so drastisch sehen sollte. Dass zum Beispiel Flugzeuge etwa 3% Anteil haben an der Klimaerwärmung, Kühe hingegen 30% (so in etwa, ich habe jetzt noch keine genauen Daten). Das soll das thema und die Diskussion nicht schönreden, aber auch dazu anregen, ein bischen logisch darüber nachzudenken. Und ein Artikel, der mehr darauf ausläuft, sich der allgemeinen Meinung in der Diskussion kritisch gegenüber zu stellen, erscheint mir (in meinen Augen) interessanter. Selbstverständlich sollte der ernst der Lage dennoch nicht verkannt werden.

Re: Klimaerwärmung

Sa 15. Nov 2008, 19:31

Hier ist also der Artikel:

Die ausgeatmete Bedrohung
- Die Folgen der CO2-Emission -

Wir schreiben das Jahr 2050. In Berlin liegen mal wieder, wie immer im Sommer, die Touristen am Strand. Bei 38°C Außentemperatur bietet das Wasser eine angenehme Erfrischung, ist aber selbst mit 25°C ziemlich warm. Die meisten Urlauber sind neu hier, erst seit kurzem hat der künstliche Strand geöffnet. Als das Kyôto-Protokoll 2012 auslief, war es bereits zu spät, um die globale Erwärmung zu stoppen. Wider Erwarten vieler Experten hatten die Maßnahmen nicht ausgereicht, um die CO2-Emission ausreichend zu senken. Daraufhin verfielen alle in Panik, und, um den Forderungen der Bürger nach Konsequenzen nachzukommen, leitete die Regierung verzweifelte Rettungsaktionen ein. So wurde beispielsweise das Autofahren völlig verboten, was erst zur Schließung der Autoproduktion, später zum endgültigen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems führte. Zusätzlich wurde der Betrieb von Fabriken stark eingeschränkt, etliche „kleine“ Gesetze zum Schutze der Umwelt wurden erlassen, darunter auch Verbrennungsgrenzwerte, Regelungen für den Gebrauch von Elektrogeräten, Lampenhöchstanzahlen und vieles mehr. Sogar die Dezimierung des deutschen Rindviehvorkommens war im Gespräch, um den Methan-Ausstoß zu begrenzen. Dies wurde jedoch wegen der Proteste der Tierschützer nicht umgesetzt. Als dann tatsächlich die Polarkappen schmolzen, war das Chaos perfekt: Die Wassermassen erreichten über das Polarmeer den Atlantik, dann die Nordsee. Diese konnte das viele Wasser nicht beherbergen, deshalb floss es durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee und dann auf das Land. Dabei entstanden mehrere „Inseln“, nämlich dort, wo früher Hochland gewesen war. Die Berliner mussten in den Nachrichten mit ansehen, wie das Meer Tag für Tag näher kam, bis es schließlich – völlig unerwartet – am Brandenburger Tor anhielt. So sollte es auch bleiben. Für viele war es wie ein Wunder, dass das Wasser gerade diesen Punkt zum verweilen gewählt hatte. Daraufhin begann der Tourismus in Berlin zu explodieren, letztlich wurde ein Strand errichtet…

So weit zur Fiktion. Dass dieses Szenario vollkommen unrealistisch ist, sei hoffentlich jedem bewusst. Doch wenn man darüber nachdenkt: Warum eigentlich nicht? Diese Idee geht zwar davon aus, dass die Ziele der Regierungen nicht eingehalten werden, aber bisher ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Eine große Änderung war noch nicht zu verzeichnen. Vielleicht liegt das ja an den „falschen“ Maßnahmen: Anstatt z.B. der Einschränkung des Autoverkehrs durch Umweltzonen und der geplanten Steueranpassung für Fahrzeuge anhand ihrer CO2-Emission könnte man doch die Lachgasemission (Distickstoffmonoxid) verringern. Zwar ist die Beschränkung von der Abgabe von CO2 sicher sinnvoll, doch man sollte auch an andere Treibhausgase denken. Zwar kommt Lachgas nur sehr selten in der Industrie vor, ist jedoch beim Treibhauseffekt 298-mal wirksamer als CO2. Damit soll nicht gesagt sein, dass man die Maßnahmen einstellen sollte, doch die derzeitigen reichen schlichtweg einfach nicht aus. Und sie lassen sich auch nicht problemlos erweitern, wie das Beispiel des Autoverbots zeigt. Was ich damit sagen will, ist, dass man doch lieber ein wenig über Aktionen nachdenken sollte, bevor sie gleich beschlossen werden. Der Grundgedanke des Menschen spielt hierbei eine wichtige Rolle: So mag es Manchen nicht relevant für den Klimaschutz vorkommen, dass er nun bei jeder Tätigkeit gleich um das Klima fürchten muss. Doch der Mensch war es, der das Klima durcheinander gebracht hat, und da ist es doch der wichtigste Schritt, den Willen des Menschen darauf zu lenken, dieses Wirrwarr wieder in Ordnung zu bringen.


Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgase

Bilder: Strand mit Brandenburger Tor (Fotomontage)

Re: Klimaerwärmung

Mo 17. Nov 2008, 20:51

Ja, find ich gut. So mit dem fiktiven Anfang. Und ich freu mich auf das Foto!
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