Olympia – Dabei sein ist alles
So lautet das olympische Motto. Und wenn man die Summen betrachtet die aus- und inländische Unternehmen als Sponsoren in das größte Sportereignis der Welt gepumpt haben wird einem klar, dass sich nicht nur Sportler an dieses Sprichwort halten.
Mehr als eine Milliarde Dollar haben die Sponsoren, darunter auch deutsche Firmen wie Adidas und Volkswagen, dieses Jahr freigemacht und dabei gehen diese Einnahmen nur an das BOCOG, das Beijing Organizing Committee for the Olympic Games. Zusätzlich bezahlten schon im Jahr 2004 12 Großunternehmen für die Werberechte an den olympischen Spielen und deren Symbol den fünf Ringen auf weißer Flagge rund 850 Millionen US-Dollar.
Folglich haben nicht nur die Sportler und ihre Mannschaften große Ambitionen die Spiele mit einer positiven und erfolgreichen Bilanz zu beenden, sondern auch die Investoren.
Die Spiele sind seit ein paar Tagen vorbei und man kann sagen, dass viele Athleten sehr stolz auf ihre Leistungen sein können. Allen voran der Amerikaner Phelps, der mit 8 Goldmedaillen und 7 Weltrekorden wohl der erfolgreichste Teilnehmer an den olympischen Spielen war, auch wenn böse Zungen schon von Doping und verbotenen Substanzen reden.
Aber wir wollen ja niemandem etwas unterstellen, der Sport entwickelt sich schließlich weiter und Leistungen werden gesteigert.
Die deutschen Athleten schnitten insgesamt gut, jedoch nicht so gut wie erhofft ab, auch wenn sich 16 Gold-, 10 Silber- und 15 Bronzemedaillen und der damit verbundene fünfte Platz in der Medaillentabelle natürlich auch sehen lassen können.
Doch zurück zu unseren Sponsoren. Fraglich bleibt ob die hohen Beträge, die die Firmen in die Spiele und gerade in die Werbung und Imagepflege in Peking gesteckt haben wieder einspielt werden bzw. ob überhaupt ein positiver Kosten-Nutzen-Faktor besteht. Die Werbung konnte nämlich nur der zur Kenntnis nehmen, der sich auf olympischem Gelände befand und auf dieses gelangte man nur mit einer Eintrittskarte, die bekanntermaßen durch Masseneinkauf und überteuerte Verkaufspreise der Schwarzmarkthändler nicht für jeden Besucher erschwinglich waren. Da scheint es fast sinnvoller nur im Fernsehen damit zu werben die eigenen Nationalmannschaften durch Bekleidung zu sponsorn und wie z.B. die Sparkasse nach eigenen Angaben seit 2008 „ die deutsche Olympiamannschaft und auch den Breitensport und die Nachwuchsförderung“ zu unterstützen und sich damit zu einem „der wichtigsten Partner des deutschen Sports“ auf zu schwingen. Allerdings nur bis 2012 dem Termin für die nächsten olympischen Spiele. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Es bleibt insgesamt fraglich ob es der Idee Olympias nicht schadet wenn sich die Spiele immer mehr in eine Plattform der Imagepflege großer Unternehmen verwandeln. Bis heute sind nämlich schon über eine Milliarde Sponsorengelder für die Werberechte bis Olympia 2012 in London geflossen.
Aber wenn die nächsten Spiele genauso gigantische Weltrekorde wie Werbesummen für uns bereithalten, dann stehen uns zumindest wieder spannende Spiele bevor.
Und wie hört man von allen Seiten:
Dabei sein ist alles!
