Schokolade




HV Julia

Schokolade

Beitragvon Friederike » Fr 7. Nov 2008, 19:10

Konzept:
Geschichte
Chemie
netter Abschluss

Rezepte: kalter Hund, Schoko- Mousse, Pralinen(???), weiße heiße Schokolade, Irgendein salziges Gericht mit Schokolade, für die Experimentierfreudigen
Friederike
 
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von Anzeige » Fr 7. Nov 2008, 19:10

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Re: Schokolade

Beitragvon Friederike » Sa 8. Nov 2008, 11:46

Hier kommt der geniale ;) Mittelteil. Ich präsentiere euch:

Schokoladenchemie


Woher die Schokolade kommt und wer sie entdeckt hat, wissen wir jetzt, aber warum macht sie uns glücklich?
Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich näher mit den Inhaltsstoffen der Süßigkeit befassen.
Für die Glückszustände, die beim Verzehr hervorgerufen werden sind unter anderem Theobromin und Koffein zuständig. Beide Stoffe stimulieren unser zentrales Nervensystem. Theobromin hat noch viele andere lustige und sehr nützliche Eigenschaften. Es wirkt nicht nur Harntreibend, sondern könnte auch eventuell Hustenanfälle lindern. Leider ist in Schokolade ein bisschen wenig Theobromin (purer Kakao enthält ca 1%), so dass man sie nicht als wirksame „Hustenmedizin“ einsetzen kann.
Aber zurück zu den Stoffen, die uns glücklich machen. Zu diesen gehört auch das Cannabinoid Anandamid. Wie der Name schon vermuten lässt, hat dieser Stoff Gemeinsamkeiten mit der Cannabis-Pflanze, und kann ähnliche Wirkungen entfalten. Auch das Phenylethylamin wirkt, wie viele Drogen, auf die Teile unseres Gehirns, die für das Glücks- und Lustempfinden verantwortlich sind. Allerdings muss ein erwachsener Mensch ungefähr 20kg Schokolade essen, um einen Rauschzustand zu erreichen. Mit diesen drogenähnlichen Stoffen sind wir gleich beim nächsten „Vorurteil“: Kann Schokolade uns süchtig machen? Zumindest auf körperliche Abhängigkeit gibt es zum Glück keine Hinweise, dass heißt, wir können ruhig weiter Schokolade konsumieren. Das macht noch mehr Spaß, wenn man weiß, dass Milch und Kakaopulver die kariesfördernde Wirkung des Zuckers so gut wie neutralisieren! Hinzu kommt noch die „Anti-Aging-Wirkung“ des CocoHeal, einem weiteren Inhaltsstoff, welches auch gegen Sonnenbrände hilft. Ich denke, hier sind genug Gründe aufgezählt, warum wir unbedingt Schokolade essen müssen. Falls euch die hier noch nicht genug sind, schaut doch einfach mal auf die andere Seite. Vielleicht animieren euch die Rezepte dort dazu, mal etwas für eure Gesundheit und gegen Hustenanfälle und Falten zu tun!
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Re: Schokolade

Beitragvon leon » Sa 15. Nov 2008, 14:51

Diesen Teil finde ich sehr gelungen. Kurz und knapp wird die Zusammensetzung erklärt. Dennoch hätte ich ein paar Verbesserungsvorschläge. Es sind ja nur Sachen, die mir aufgefallen sind, also nichts dramatisches:

Vielleicht solltest du das mit dem 1% und der Hustenmedizin verändern. Es ist auf jeden fall wichtig, dass die Leser nicht denken, dass sie mit Schokolade gesund werden können und dann nur noch Schokolade essen. Aber die Begründung würde ich ändern, da bei solchen Substanzen 1% eine ganze Menge ist. Mohn beispielsweise enthält nur 0,05% Morphin, und trotzdem sagt man "Mohn macht dumm" (Stimmt natürlich nicht!) Also, eventuell anders begründen.
Als zweites würde ich vielleicht noch auf den Kakaoanteil von Schokolade eingehen. So ist doch die 75%-Kakao-Schokolade gesünder als die Vollmilchschokolade. Aber ich weiß nicht, ob du das schon in andere Textabschnitte reinnehmen wolltest.

Also: Großes Lob!
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Re: Schokolade

Beitragvon Friederike » So 16. Nov 2008, 15:30

Also, erst einmalö vielen Dank für Lob und Kritik. Da ich mit dem Artikel ein bisschen "Werbung2 für Schokolade machen will, ist es meiner Meinung nach in Ordnung, wenn alle bei Husten anfangen Schokolade zu essen ^^ Ich werde aber, falls ich Zeit find, was im Moment leider nicht so einfach ist, den Teil des Artikels noch einmal überdenken!
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Re: Schokolade

Beitragvon Friederike » So 16. Nov 2008, 15:31

Kalter Hund

Zutaten:
2 Eier
50g (echtes) Kakaopulver
250g Kokosfett
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
4 EL Milch
300g Butterkekse

Das Kokosfett bei schwacher Hitze zerlassen; die Eier verquirlen; den Zucker, den Vanillezucker und den Kakao mit der Milch hinzufügen; das lauwarme Fett untermischen; die Form mit Backpapier/Alufolie auslegen und mit Schokocreme bedecken, eine Lage Butterkekse hinein geben, mit Schokocreme bestreichen, wiederum eine Schicht Kekse aufschichten usw., bis alle Kekse aufgebraucht sind; die Masse mit einem Teller beschweren, in den Kühlschrank stellen und warten, bis die Schokocreme hart geworden ist.


Mousse au Chocolate


Zutaten:
240g Zartbitter-Kuvertüre
2 Eier
50g Butter
20ml Weinbrand
300g Schlagsahne

Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen lassen (dabei darf kein Wasser in die Kuvertüre kommen!!!)
Eigelb vom Eiweiß trennen; Eiweiß in den Kühlschrank stellen; Eigelb in einer Metallschüssel über dem heißen Wasserbad schaumig schlagen (nicht zu heiß werden lassen); vom Wasserbad nehmen und leicht abkühlen lassen;
Butter schmelzen; Butter und Weinbrand langsam unter den Eigelbschaum rühren; Kuvertüre ebenfalls unterrühren (beides sollte in etwa die gleiche Temperatur haben, sonst verbindet sich die Masse nicht);
Eiweiß und Sahne getrennt steif schlagen; je ein Viertel davon zügig unter die Creme rühren; Rest vorsichtig unterheben; für 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
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Re: Schokolade

Beitragvon flora » Mo 17. Nov 2008, 20:48

Ohhhhhhhhhhhhh ja! Die Rezepte find ich toll! Den Rest auch, aber so verfressen wie ich bin denke ich schon wieder nur an FUTTER direkt ;-)
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Re: Schokolade

Beitragvon freak_jp » Di 18. Nov 2008, 14:52

Gut, nach 2 Word-Abstürzen nach fast gefertigte Artikeln hier mein 3. Anlauf^^

Schokolade

...Ein Wort, bei dem wohl den meisten von uns das Wasser im Munde zusammenläuft. Allein dieser Klang lässt die weiche Substanz erahnen, gibt einen Vorgeschmack, wie mühelos sich der lieblich-süße Stoff die Speiseröhre runterarbeiten wird, bis sich der Körper letztendlich dem Endorphin-Ausguss ergibt und erkennt, das alles sich Wehren und Verteidigen sinnlos ist.
Doch woher kommt der Begriff, dessen Klang uns in höheren Sphären schweben lässt? Tatsächlich stammt „Schokolade“ von dem Wort „cacao“ (gesprochen „kakawa“) aus der Mixe-Zoque-Sprache, deren Urform die Olmeken – eine Hochkultur, die noch vor den Azteken und den Maya existierten – benutzen.
Die Spanier, die mit den Sprachen der Maya und Azteken nicht viel anfangen konnten, wohl aber erkannten, wie wertvoll die Kakaobohne den Eingeborenen war, überführte diese nach Europa und bastelte aus dem Mayabegriff „cacahuatl“ (Kakaowasser) und dem Aztekenausdruck „chocol haa“ (Heißes Wasser) das heute weit geläufige Wort „chocolate“. Somit wissen wir zumindest schon die Herkunft sowie das Alter des Begriffes und der Pflanze, nämlich dass beide dem feuchten Tiefland der mexikanischen Golfküste entstammen und über 3000 Jahre alt sind.
Der Beliebtheitsgrad bei den Europäern sank zunächst mindestens unter die Nullgrenze. „Eher ein Getränk für Schweine ... als für die Menschheit“ sei diese „chocolate“, schimpfte der Italiener Benzoni – und so würden vielleicht noch immer die Menschen weltweit die Nasen rümpfen, wäre nicht in Europa der Rohrzucker eingeführt worden und hätte die Schokolade süß gemacht. Somit schaffte es diese bald darauf, nach Maya-Art, heiß serviert, auch in den Wochenplan Louis’ XIV. in Versailles – Montag, Mittwoch und Donnerstag waren Tage, an denen sich tout le monde den süßen Reizen hingab.
Nachdem Schokolade unter anderem als Medikament nutzbar gemacht wurde, ab dem 17. Jh. allerdings auch als feste Speisen zu erwerben war, entwickelte sich ein Geschäft mit der Luxusware Kakao, bei dem natürlich vor allem die Herkunftsländer der Kakaobohne selbst die wenigsten Gewinne einfuhren.
Heutzutage konsumiert ein Durchschnittsdeutscher, sowie auch Durchschnitts- norweger und -belgier mehr als 9 kg Schokolade jährlich, nur überholt von den Schweizern mit 10,2 kg, in deren Land auch die weltweit größte Kakaoverarbeitung, Barry Callebaut, ihren Sitz hat.
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Re: Schokolade

Beitragvon Friederike » Di 18. Nov 2008, 18:51

Sehr schön!
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Re: Schokolade

Beitragvon freak_jp » Do 27. Nov 2008, 01:02

Ach ja.. der Titel... Hatten wir uns jetzt auf die Schlagader-Schokoladenseite geeinigt?

Jetzt nochmal zum herzhaften Rezept...

Rinderragout mit Schokolade - Carne de res en Adobo
Leider kann man nicht den ganzen Tag nur Süßes essen. Wer schon ein wenig geübter die Pfanne schwingt, könnte sich deswegen ja auch an folgendem Rezept ausprobieren...

Zutaten für 4 Personen
2 rote Paprikaschoten (etwa 300 g)
1 große Fleischtomate (etwa 250 g)
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
50 g Zartbitterschokolade
3 EL Essig
3 EL Öl
800 g Rindergulasch
Salz
Pfeffer (frisch gemahlen)
3/8 l Fleischbrühe
2 Nelken
1/2 Zimtstange
2 große Möhren (etwa 250 g)
1 große Kartoffel (etwa 200 g)

Zubereitung
Zubereitungszeit: ca. 2 1/4 Std.
1. Den Backofen auf 250° vorheizen. Die Paprikaschoten auf dem Rost im Ofen (Mitte) etwa 20 Minuten garen. Herausnehmen, halbieren, häuten, entkernen und das Fruchtfleisch zerschneiden.
2. Inzwischen die Tomate mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, Kerne und Stielansatz entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Den Knoblauch schälen. Die Zwiebel schälen und vierteln. Die Schokolade in Stücke brechen. Mit der Paprika, der Tomate, dem Knoblauch, der Zwiebel und dem Essig im Mixer pürieren.
3. Das Öl erhitzen. Das Fleisch darin portionsweise anbraten, salzen und pfeffern. Das Püree, die Brühe, die Nelken und die Zimtstange dazugeben. Etwa 50 Minuten zugedeckt garen.
4. Die Möhren und die Kartoffel schälen und waschen. Die Möhren längs vierteln und kleinschneiden, die Kartoffel würfeln. Beides zum Fleisch geben und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Dann Nelken und Zimt entfernen. Das Ragout abschmecken und servieren.

Obwohl es sich manchmal so anhört, handelt es sich nicht um chirurgische Eingriffe, es wird nach wie vor genauestens beschrieben, wie man Gemüse kleinschneidet. Also viel Spaß!



Das ist noch so ziemlich das Einfachste Rezept, das ich zu herzhaft, beziehungsweise auch Fleischgerichten gefunden hab. Wird aber wahrscheinlich zu lang sein oder?
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Re: Schokolade

Beitragvon Maria » Do 27. Nov 2008, 18:58

Ich würde auch sagen, dass das zu lang ist. Im Notfall müssen wir eins der Gerichte streichen.
Aber die Texte an sich sind gut gelungen und unterhaltsam ^^ man merkt, dass unsere Redaktion eine weiblichen Überhang hat...
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