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Rezension: Wolkenvolk-Trilogie von Kai Meyer

BeitragVerfasst: Sa 24. Jan 2009, 19:23
von leon
Buchrezension
Wolkenvolk-Trilogie von Kai Meyer

Kai Meyers „Wolkenvolk“-Trilogie besteht aus den drei Bänden „Seide und Schwert“, „Lanze und Licht“ und „Drache und Diamant“. Die Geschichte spielt im China der Qing-Dynastie, sprich 1760. Sie handelt von dem jungen Niccolo, der in einer Wolkenstadt geboren wurde, die vom großen Leonardo errichtet wurde. Er trifft auf Nugua, ein chinesisches Mädchen, dass unter Drachen aufgewachsen ist, und auf die Kriegerin Mondkind, in die er sich wegen eines magischen Banns verliebt. Mondkind wird von dem Aether beherrscht, dem Atem der Drachen, der in einer Himmelsschicht Bewusstsein entwickelt hat. Gemeinsam mit den Xian, unsterblichen Boten der Götter, die auf Kranichen reiten, kämpfen Niccolo, Nugua und andere ihrer Freunde wie der Clanmeisterin Wisperwind und dem an ein Drachenkostüm gebundenen Feiqing gegen den Aether, wobei Niccolo von Gewissensbissen wegen seiner Liebe zu Mondkind geplagt wird.
Kai Meyers Wolkenvolk-Trilogie erstellt ein Bild von einem fantastischen, mythischen China und detaillierten Personen. Meyer schreibt äußerst blumig und stellt Gedankenflüsse durch Erzählperspektiven dar. Doch auch bei aller sprachlicher Schönheit kommt die Spannung im buch nicht zu kurz.

Auszug:

„Die Mondmagie ist deinem Schwerterzauber überlegen, Guo Lao“, rief sie ihrem Feind entgegen. „Das werden wir sehen.“ Er hob das riesige Schwert mit beiden Händen über den Kopf. „Phönixfeder ist keine gewöhnliche Klinge.” Feiqing zitterte von den Nüstern bis zur Schwanzspitze. „Zhang Guo Lao", flüsterte er. „Der Unsterbliche aus den Zhongtiaobergen. Und sein Schwert Phönixfeder! Ich hatte Recht!“ Ohne eine weitere Warnung stürmte der Krieger auf Mondkind zu. Niccolo spürte den Boden bis zum Rand der Lichtung erbeben, während die Füße des Xian eine Rinne ins Erdreich frästen. Gras und Staub spritzten nach beiden Seiten auseinander. Die junge Frau vollführte einen komplizierten Wirbel aus Handbewegungen. Seidenbänder lösten sich aus ihrem wallenden Kleid und schossen auf Guo Lao zu, bohrten sich in seine Richtung wie nadelspitze Dorne aus Eis. Er parierte sie mit seiner Klinge, schlug sie nach rechts und links aus seiner Bahn, und da erst wurde Niccolo bewusst, dass sich die Seide bei ihrem Angriff verfestigt hatte. Die Bänder wurden hart wie Stahl, sobald sie auf Mondkinds Gegner zurasten. Auf den ersten Metern wellten sie sich noch wie Flaggen im Sturm, dann aber schossen sie in Schnurgerader Linie vorwärts, tödliche Lanzen aus weißem Stoff.

Verfasst: Sa 24. Jan 2009, 19:23
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Re: Rezension: Wolkenvolk-Trilogie von Kai Meyer

BeitragVerfasst: So 25. Jan 2009, 15:00
von Maria
Allgemein ist es bei solchen Rezensionen nicht nötig, die Charaktere alle schon so einzuführen, manchmal reicht auch schon ein einfaches "mit weiteren treuen Gefährten" oder so, das verwirrt nicht so schnell. Man könnte aber auch sagen, dass du schon einen sehr deutlichen Einblick gibst, mit wieviel Liebe Kai Meyer seine Welt entworfen hat. So was kann man aber dem Leser auch ganz direkt mitteilen. Dem geneigten Fantasy-Leser ist es auch immer hilfreich, wenn dVergleiche anstellst, etwa "die Lebendigkeit der von Kai Meyer entworfenen Welt übertrifft sogar sein früheres bekanntes Werk "XY"/ reicht schon fast an die großen Fantasy-Klassiker ran"
Ansonsten kann man auch Besonderheiten in der Erzählweise noch mehr hervorheben, wie du es schon getan hast, jedoch kann ich mir nicht sofort etwas unter "stellt Gedankenflüsse durch Erzählperspektiven dar" vorstellen. Am besten du schreibst das noch etwas um.

Ansonsten hast du mich ja echt neugierig gemacht ^^ das Buch klingt lohnenswert.