Die Telefonleitungen der Tiere (Pheromone)
Verfasst: So 25. Jan 2009, 19:04
Die Telefonleitungen der Tiere
Pheromone bezeichnen Botenstoffe, die nicht wie Hormone Abläufe in einem Organismus, sondern die Kommunikation zwischen verschiedenen Mitgliedern einer Spezies regeln. Erstaunlich viele Tiere kommunizieren mit Hilfe von Pheromonen, besonders solche mit ausgeprägten Sozialstrukturen wie Ameisen oder Honigbienen. Dabei werden verschiedenen Arten der Pheromone nach ihrem Zweck unterschieden. Zum einen müssen Primer- und Releaserpheromone unterschieden werden. Erstere greifen direkt in den Stoffwechsel ein und können auch Auswirkungen auf die DNS haben. Auf sie wird hier nicht genauer eingegangen. Die Releaserpheromone haben eine kurzzeitige und verhaltenssteuernde Wirkung. Sie werden in Aggregations-, Alarm-, Markierungs-, Spur-, Sexual- und Aphrodisiakapheromone unterschieden. Aggregationspheromone ziehen generell andere Tiere der gleichen Spezies an. Alarmpheromone werden im Kampf benutzt; sie sind die tierische Form von Befehlen. So können mit ihnen beispielsweise Rückzug oder erhöhte Aggression hervorgerufen werden. Markierungs- und Spurpheromone markieren entweder spezielle Bereiche und Orte, wie Territorien und Eierablageplätze, oder eine spezielle Spur. Letzteres ist bei Ameisen bekannt: lässt man Ameisen, die zu Nahrung laufen, über einen Pappteller gehen, so werden sie in einer Reihe darüber laufen, dreht man den Teller jedoch, so laufen sie weiterhin in die Richtung, die zuvor die anderen Ameisen markiert haben. Normalerweise wird so der Weg von der Futterstelle bis zum Nest markiert. Ist das Futter verbraucht, wird ein neues, abstoßendes Pheromon versprüht, um den alten Pfad aufzuheben. Sexual- und Aphrodisiakapheromone dienen der Paarungsbereitschaft. Es gibt Tiere und Pflanzen, die die Pheromone anderer Tiere imitieren, um so beispielsweise von den Mutterinsekten gefüttert zu werden. Diese Stoffe werden jedoch meist nicht selbst gewonnen, sondern den jeweiligen Tieren bei Kontakt entzogen. Diese Nachahmung nennt man Mimikry. Die Pheromonwirkung beim Menschen ist bisher nicht hinreichend erforscht und birgt zahlreiche verschiedene Ansichten. Einige Menschen besitzen nachweislich ein spezielles Organ an der Nasenscheidewand, das für die Erkennung der Pheromone zuständig ist. Dieses Vomeronasalorgan besitzt jedoch keinerlei Verbindung zum Gehirn. Dennoch wäre es möglich, dass Signale über die Geruchsnerven an das Gehirn weitergegeben werden. In einigen Studien wurden Auswirkungen von Pheromonen im Schweiß auf das Empfinden von Attraktivität nachgewiesen. Auch haben MRT-Bilder vom Gehirn gezeigt, dass bestimmte, jasminähnlich duftende Pheromone in speziellen Bereichen des Gehirns Auswirkungen haben, nämlich in denjenigen, die für Emotionen zuständig sind. Ein MRT, also eine Magnet-Resonanz-Tomographie, erstellt Bilder von Organen durch Zusammenfügen von einzelnen „Scheiben“, bei denen auch z.B. Gehirnaktivitäten erkannt werden können. Nachdem einige Studien in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt hatten, begannen viele Firmen, besondere Parfums mit synthetisch hergestellten Pheromonen zu verkaufen, die die Attraktivität erhöhen sollten. Die Wirkung dieser Parfums ist jedoch stark umstritten und in keinerlei Weise nachgewiesen.
Pheromone bezeichnen Botenstoffe, die nicht wie Hormone Abläufe in einem Organismus, sondern die Kommunikation zwischen verschiedenen Mitgliedern einer Spezies regeln. Erstaunlich viele Tiere kommunizieren mit Hilfe von Pheromonen, besonders solche mit ausgeprägten Sozialstrukturen wie Ameisen oder Honigbienen. Dabei werden verschiedenen Arten der Pheromone nach ihrem Zweck unterschieden. Zum einen müssen Primer- und Releaserpheromone unterschieden werden. Erstere greifen direkt in den Stoffwechsel ein und können auch Auswirkungen auf die DNS haben. Auf sie wird hier nicht genauer eingegangen. Die Releaserpheromone haben eine kurzzeitige und verhaltenssteuernde Wirkung. Sie werden in Aggregations-, Alarm-, Markierungs-, Spur-, Sexual- und Aphrodisiakapheromone unterschieden. Aggregationspheromone ziehen generell andere Tiere der gleichen Spezies an. Alarmpheromone werden im Kampf benutzt; sie sind die tierische Form von Befehlen. So können mit ihnen beispielsweise Rückzug oder erhöhte Aggression hervorgerufen werden. Markierungs- und Spurpheromone markieren entweder spezielle Bereiche und Orte, wie Territorien und Eierablageplätze, oder eine spezielle Spur. Letzteres ist bei Ameisen bekannt: lässt man Ameisen, die zu Nahrung laufen, über einen Pappteller gehen, so werden sie in einer Reihe darüber laufen, dreht man den Teller jedoch, so laufen sie weiterhin in die Richtung, die zuvor die anderen Ameisen markiert haben. Normalerweise wird so der Weg von der Futterstelle bis zum Nest markiert. Ist das Futter verbraucht, wird ein neues, abstoßendes Pheromon versprüht, um den alten Pfad aufzuheben. Sexual- und Aphrodisiakapheromone dienen der Paarungsbereitschaft. Es gibt Tiere und Pflanzen, die die Pheromone anderer Tiere imitieren, um so beispielsweise von den Mutterinsekten gefüttert zu werden. Diese Stoffe werden jedoch meist nicht selbst gewonnen, sondern den jeweiligen Tieren bei Kontakt entzogen. Diese Nachahmung nennt man Mimikry. Die Pheromonwirkung beim Menschen ist bisher nicht hinreichend erforscht und birgt zahlreiche verschiedene Ansichten. Einige Menschen besitzen nachweislich ein spezielles Organ an der Nasenscheidewand, das für die Erkennung der Pheromone zuständig ist. Dieses Vomeronasalorgan besitzt jedoch keinerlei Verbindung zum Gehirn. Dennoch wäre es möglich, dass Signale über die Geruchsnerven an das Gehirn weitergegeben werden. In einigen Studien wurden Auswirkungen von Pheromonen im Schweiß auf das Empfinden von Attraktivität nachgewiesen. Auch haben MRT-Bilder vom Gehirn gezeigt, dass bestimmte, jasminähnlich duftende Pheromone in speziellen Bereichen des Gehirns Auswirkungen haben, nämlich in denjenigen, die für Emotionen zuständig sind. Ein MRT, also eine Magnet-Resonanz-Tomographie, erstellt Bilder von Organen durch Zusammenfügen von einzelnen „Scheiben“, bei denen auch z.B. Gehirnaktivitäten erkannt werden können. Nachdem einige Studien in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt hatten, begannen viele Firmen, besondere Parfums mit synthetisch hergestellten Pheromonen zu verkaufen, die die Attraktivität erhöhen sollten. Die Wirkung dieser Parfums ist jedoch stark umstritten und in keinerlei Weise nachgewiesen.